Tasse mit Kerze

Genetische Veranlagung oder Konditionierung? Welches auch immer, bei schönem Geschirr schlägt meine Herz schneller, besonders bei Bechern und Tassen. Da mein Geschirrschrank bereits dementsprechend ausgestattet ist, brauchte ich dringend eine neue Rechtfertigung, meiner Gier nach Porzellan und Keramik weiterhin nachgeben zu können. Meine Lösung: Kerzen in Einzeltassen gießen. Ich muss zwar jedes Mal ein bisschen mit Trennungsschmerz kämpfen, wenn ich eine verkaufe aber wenigstens bekommen sie so ein gutes neues Zuhause.Hier noch ein paar Tipps zum Nachbasteln:

Als Wachs verwende ich gesammelte Kerzenreste, und wenn zur Hand, Dochte aus hässlichen Kerzen. Mit Schnürsenkeln habe ich nicht so gute Erfahrungen gemacht und verwende sonst tatsächlich gekaufte Dochte (vor der Verarbeitung müssen diese für ein paar Minuten in heißes Wachs getunkt werden und hinterher langgezogen getrocknet werden). Um den Docht beim Gießen gerade und aufrecht zu halten, habe bei einigen (sauberen) Eisstielen in die Mitte ein kleines Loch gebohrt, durch das ich den Docht ziehe. Der Eisstiel wird dann quer auf den Tassenrand gelegt, so dass der Docht mittig zentriert ist. Durch das Loch im Stiel lässt sich die Länge des Dochtes beliebig verstellen. Da Kerzenwachs sich bei Trocknen zusammenzieht, muss man das Wachs in zwei Schichten gießen, wenn man zum Schluss eine glatte Oberfläche haben möchte. Also nach der ersten Schicht Wachs Platz für die zweite lassen!

Ps.: Ich habe inzwischen HIER einen weiteren Beitrag zu diesem Thema geschrieben und diesmal Fotos von den einzelnen Arbeitsschritten gemacht.

Dieser Beitrag ist auch verfügbar auf: Englisch


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