Rezept: Pastéis de Nata

Ich glaube im Großen und Ganzen hat meine Mutter mich ganz gerne als Tochter. Natürlich haben wir auch manchmal unsere Meinungsverschiedenheiten. Sie ist der Meinung, dass ich meine Fenster öfter putzen müsste und ich bin der Meinung, dass Handtücher nicht gebügelt werden brauchen*. Eine Sache erfüllt meine Mutter jedoch stets aufs Neue mit Entsetzen: Ich koche nicht…

* oder Vorhänge, Geschirrhandtücher, Jeans, Unterwäsche, Schlafzeug, T-Shirts….Okay! Ich bügle nur, wenn ich Fotos von Stoffen für Nähanleitungen mache aber mein Leben ist deswegen auch nicht schlechter.

Natürlich koche ich ab und zu und ich bin auch keine schlechte Köchin aber ich koche halt nur, wenn es gar nicht anders geht. Wenn ich viel zu tun habe, ernähre ich mich für eine Woche auch mal nur von Toast und Müsli. Kein Problem. Damit meine Mutter sieht, dass ich nicht immer nur Fast Food esse, werde ich auf meinem Blog zukünftig auch gelegentlich Rezepte vorstellen. Das wird mich dazu animieren mehr zu kochen und zu backen, Ihr lernt vielleicht neue Rezepte kennen und gleichzeitig kann ich meine Mutter mit Beweisfotos beruhigen. Also eine Win-Win-Win-Situation. Als erstes gibt es das Rezept für Pastéis de Nata, die superleckeren Puddingtörtchen, die es auch immer in portugiesischen Cafés zu kaufen gibt.

Wundert euch nicht über die großen Mengenangaben! Da diese Törtchen extrem beliebt in meinem Familien- und Freundeskreis sind, mache ich immer gleich mehrere Bleche voll und verschenke die meisten. Natürlich könnt Ihr die Angabe auch reduzieren, wenn Ihr weniger haben wollt. Erfahrungsgemäß bleibt immer viel Füllung über. Diese fülle ich dann in kleine feuerfeste Förmchen und backe sie im Ofen zu einer Art Crème brûlée.

Zutaten

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Vier Packungen Blätterteig, ein Päckchen Vanillezucker, ein Teelöffel Butter, 35 Gramm Mehl…

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… ein Ei, fünf Ei-Gelb, 275 Gramm Zucker…

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… eine Prise Salz, Zimt (Kanel heißt Zimt auf Schwedisch), ein halber Liter Milch…

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… und ganz viele Förmchen aus Papier mit 4,5 – 6,5 cm Durchmesser.

Teig

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1. Als erstes müsst Ihr je zwei Packungen Blätterteig übereinander legen.

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2. Rollt den Blätterteig nun je von der kurzen Seite zu einer Rolle auf. Die Rollen im Tiefkühlfach kalt stellen, bis sehr fest aber nicht gefroren ist.

3. Schneidet nun die beiden Rollen in ungefähr ein Centimeter breite Kreise.

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4. Klopft die Kreise flach und füllt damit eure Papierförmchen auf. Stellt diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.

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Teigfüllung

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5. Fülle die Milch und die Butter in einen Topf. Koche die Milch auf.

6. Mische das Mehl mit dem Salz und dem Zucker…

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7. … und rühre die Mischung unter ständigem Schlagen in den Topf. Kurz noch einmal aufkochen lassen, den Topf von der Herdplatte nehmen und kurz abkühlen lassen.

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8. Mische die Eigelb mit dem Ei und dem Vanillezucker.

9. Rühre die Eimischung zu der Milchmischung.

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10. Füllt nun die Füllung in die Teigförmchen aber füllt sie am besten nur halbvoll. Die Füllung verdoppelt sich in der Höhe beim Backen. Die Pastéis de Nata werden oben im vorgeheizten Ofen (Ober- und Unterhitze) bei 250 Grad circa 12 Minuten gebacken, bis der Blätterteig anfängt braun zu werden.

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11. Zum Schluss müsst Ihr nur noch vor dem Servieren die Törtchen mit Zimt bestreuen.

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Dieser Beitrag ist auch verfügbar auf: Englisch


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  1. Anonym

    19 Oktober

    Und Gott ist mein Zeuge (sowie ca. 15 Personen aus unserem Nahfeld) – um diese Dinger wird. sich. geschlagen.
    ZU RECHT.
    [Schneck]

  2. Ronja Lotte

    19 Oktober

    😀 Melodrama much? Ich sehe dich richtig wie du auf die Knie fällst und die Faust in den Himmel streckst: UND GOTT IST MEIN ZEUGE! 😉 Alleine dafür kriegst du das nächste Mal eine doppelte Portion 🙂

  3. Anonym

    19 Oktober

    …manchmal muss man die Dinge einfach beim Namen nennen. Die Leute müssen ja wissen was für Teufelswerk sie da produzieren!
    'Hach – Ich back mal lecker was..' und einige Stunden später bürgerkriegsähnliche Verhältnisse in der eigenen Essecke 😉
    (Ich sehe schon die Schlagzeilen vor mir: Rezept einer Bloggerin sorgt für Unruhen – die Zivilgesellschaft vor dem Abgrund! Ganze Nationen von Backwaren-Gate betroffen! Die Menschen bekämpfen sich auf's ärgste um das süße Gold oder sitzen seperiert in ihren Verstecken, die Beute fest umklammert, hektisch kauend und argwöhnisch um die Ecke spähend.)
    MUHAAHAAAR
    [Schneck]

  4. Ronja Lotte

    21 Oktober

    Liebes Schneckchen, du machst meinen Lesern Angst 😉 Deine Beschreibung von Sonntags-Kaffee klingt wie eine Szene aus "the walking dead" 😀

  5. Megan Chamberlin

    22 Oktober

    Wow, these look incredibly delicious! Thank you for sharing your recipe at Merry Monday!

  6. Ronja Lotte

    27 Oktober

    You are welcome and thanks for hosting the party 🙂