Klamottentausch

Heute will ich euch eine Idee vorstellen, die eigentlich nicht so ganz in das DIY-Konzept meines Blogs passt aber trotzdem als Recycling-Event hier mit dazu gehört. Seit ungefähr zehn Jahren treffe ich mich mit meinen Mädels so dreimal im Jahr zu einem Klamottentausch. Dabei tauschen wir natürlich nicht unseren ganzen Kleiderschrank aus sondern jede bringt die Kleidung mit, die nicht mehr passt, gefällt oder ein Fehlkauf war.

Damit es keine Tränen und Haare geziehe gibt, halten wir uns streng an ein paar Regeln, die sich über die Jahre bewährt haben:

1) Wir sind immer so zwischen sechs und zwölf Mädels (schwule Männer sind auch willkommen), weniger ist langweilig und bei mehr, bekommt man Platzprobleme. Wir versuchen jedes Mal neue Leute mit in die Runde zu bringen, da so die Kleidung nicht immer dieselbe ist, die mitgebracht wird und diese Treffen sind eine nette Gelegenheit, um neue Freundinnen oder Kolleginnen in der eigenen Runde vorzustellen.

2) Wir legen unser event immer auf ein Wochenende und starten meist so um zwölf Uhr mittags – wenn wir um fünf Uhr fertig sind, waren wir superschnell! Oft koppeln wir unseren Klamottentausch auch an Geburtstagsfeiern ohne Männer.

3) Neben Klamotten/Schuhen und Schmuck bringen immer ein paar von uns Kuchen oder Knabberzeug mit (Sekt kann auch mal dabei sein). Der Klamottentauschtag wird immer lang und die Meute muss gefüttert werden.

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4) Alle Klamotten kommen in einen Raum und in einem anderen Zimmer werden im Halbkreis Sesseln, Stühle und Kissen aufgebaut. Eine spielt die Moderatorin (als Kontrollfreak bin ich das oft) und eine ist die bezaubernde Assistentin, die regelmäßig kleine Kleiderhaufen von einem Zimmer in das andere trägt.

5) Jedes mitgebrachte Teil wird nun einzeln hochgehalten und die Moderatorin erzählt einen Satz zur Marke, Größe und dem Material. Jede, die das Kleidungsstück haben will, meldet sich nun und wenn mehrere etwas wollen, wird gewürfelt. Hierbei werden Zahlengruppen zugeteilt, sobald es nicht zufällig sechs oder zwölf Meldungen gibt. Zum Beispiel: Drei melden sich und jede bekommt nun zwei Zahlen zugeteilt.

6) Manchmal zieht eine von uns schnell beim Zeigen mal ein Kleidungsstück an, wenn unklar ist, wie das Teil sitzt oder welche Größe es wirklich hat.

7) Alle Sachen, die keiner will, werden in Tüten gesammelt und die Gastgeberin ist dafür verantwortlich, diese Kleidung zu einer sozialen Einrichtung ihrer Wahl als Spende zu bringen.

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8) Wenn jedes Teil gezeigt wurde, kann man entweder gleich mit seiner Beute glücklich nach Hause ziehen oder man probiert nochmal alles an, was auch jemand anderes haben wollte. Für den Fall, dass es einem doch nicht steht, freut sich vielleicht noch ein anderes Mädel, die das auch wollte.

Wenn ihr auch mal einen Klamottentausch ausprobiert, würde ich mich freuen zu hören, wie es bei euch gelaufen ist! Viel Spaß!

Ps.: Leider habe ich nur Fotos, die ich im letzten Jahr bei einem Klamottentausch mit meiner alten Handykamera gemacht habe und deswegen ist die Qualität sehr schlecht.

Dieser Beitrag ist auch verfügbar auf: Englisch


  1. Anonym

    6 August

    Da ich selbst meist Teilnehmerin dieser Veranstaltungen bin, kann ich allen nur wärmstens ans Herz legen das mal auszuprobieren – man fühlt sich nicht nur glücklich, weil man kostenlos (und fernab des Konsumterrors und bösartiger Store-Spiegel) neue Klamotten ergattert hat, sondern auch weil es schön ist zu wissen, dass jemand anderes sich über ein Teil freut, das man vielleicht nur schweren Herzens, nach Jahren des Aufbewahrens mit dem Gedanken: 'Vielleicht ja doch noch mal irgendwann…?' und tausend kritischen Blicken in den Spiegel aussortiert hat. Und es ist immer ein guter Grund (und Köder) die Mädels zusammenzurotten 🙂
    [Schneckchen]

  2. Hört, hört!

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