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Bloggers unite! Part II: social media

Bloggers unite! Part II: social media

Während die meisten Menschen social media Plattformen nutzen, um Katzenvideos* anzugucken und lustige Fotos mit ihren Freunden zu teilen, stellen dieselben Plattformen ein unverzichtbares Werkzeug für Unternehmen und Blogger dar. Das Ziel ist für alle das Gleiche: Leser zu gewinnen und seinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Bei so viel Konkurrenz reicht es aber schon längst nicht mehr gute Beiträge und schöne Videos zu gestalten. Um dauerhaft Wirkung zu erzielen, empfiehlt es sich, sich an bestimmte Regeln zu halten.

*Okay, Ihr habt mich erwischt. Ich liebe lustige Katzenvideos!

Diese Regeln sind zahlreich, komplex und ändern sich ständig, weswegen es auch heutzutage gleich mehrere Berufe gibt, die sich mit social media consulting beschäftigen. Ich bin bei weitem kein social media Experte und mein natürliches Verhalten auf social media Plattformen entspricht fast immer dem genauen Gegenteil, von dem was empfohlen wird**, aber ich will mich bessern und habe mich deswegen durch dutzende Fachartikel und Statistiken gearbeitet, um diesen kleinen social media guide zusammenzustellen. Wie auch in meinem ersten „Bloggers unite“-Beitrag über online features (HIER) liste ich zuerst auf, was ich zu dem Thema weiß und dann seid ihr dran. Ihr Twitter-Gurus und Facebook-Queens, verratet eure Geheimnisse und helft euren Blogger-Kolleginnen und Kollegen! Euer Karma wird es euch danken.

** siehe mein Katzenvideo-Problem

Allgemeine social media Regeln

– Versuche natürlich zu sein und vermeide Plattitüden beim Schreiben

– Teile nicht denselben Inhalt zur selben Zeit auf jedem social media Kanal. Wenn du individuellen Inhalt für die verschiedenen Plattformen kreierst, animierst du deine Leser dir auf verschiedenen Kanälen zu folgen

– Schreibe nicht nur über dich sondern teile interessanten Inhalt aus deinem generellen Themenbereich

– Antworte auf Kommentare innerhalb von 30-60 Minuten

– Benutze niemals Funktionen wie Auto-Tweeting. Achte darauf, dass du auch bei Plattformen wie Bloglovin das Häkchen zum automatischen Veröffentlichen bei Facebook usw. deaktiviert hast

Der perfekte Post/Tweet

1. Pinterest

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– Die beliebtesten Themen auf Pinterest sind DIY, Food, Hochzeit und Fashion, was diese Plattform zur Nummer I für Kreativ-Blogger macht

– Fotos von DIY werden häufiger gepinnt, wenn sie Text wie z.B. „How to make xy“ beinhalten

– Rich Pins, wie z.B. Article Pins, zeigen automatisch eine Überschrift und eine kurze Beschreibung zu deinem Foto, auch wenn dieser Pin weitergepinnt wird

– Als Blogger sollte man sich als Unternehmen anmelden. So hat man Zugriff auf Pinterest analytics und kann sehen, wie oft eigene Pins aufgerufen werden, welche am erfolgreichsten sind und wenn man Pinterest analytics mit seinem Blog verknüpft, kann man sich sogar darüber informieren, wie oft Bilder direkt vom eigenen Blog gepinnt werden

2. Twitter

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– Twitter erlaubt nur 140 Zeichen per Tweet***, weshalb man Hashtags an Stelle von Wörtern benutzen sollte, wann immer es möglich ist

– Bevor du ein Hashtag benutzt, solltest du zuerst recherchieren, wer dies noch benutzt und ob das Hashtag erfolgreich ist

– Zeige immer Fotos mit deinen Tweets

*** weswegen ich länger brauche einen Tweet über meinen neuesten Blogbeitrag zu verfassen, als ich für den Beitrag an sich gebraucht habe

3. Facebook

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– Nutze die Unterscheidungsmöglichkeit zwischen befreunden und abonnieren bei Facebook

– Nachdem du einen Beitrag geteilt hast, aktiviere die Funktion „hervorheben“

– Überprüfe regelmäßig den Ordner „Sonstiges“ in deinem Facebook-Postfach

4. Instagram

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– Instagram bevorzugt individuelle Hashtags und filtert nichtssagende Hashtags wie #popular raus

– Halte dich an die 5/3/1-Regel: Like 5 Fotos, kommentiere 3 Fotos und du bekommst 1 neuen Follower

– Deine Fotos sollten insgesamt ein einheitliches Gefühl, also deinen Stil vermitteln

5. Tumblr

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– Da Tumblr eine Blogger-Plattform ist, kannst du deine Tumblr-Seite sehr individuell mit kostenlosen oder käuflichen Themen gestalten

– Der durchschnittliche Besuch eines Lesers bei Tumblr dauert 14 Minuten und ist somit wesentlich länger als der bei anderen social media Kanälen, da bei Tumblr der Text mehr Gewichtung hat

– Nutze das leichte und übersichtliche Hashtag-System von Tumblr voll aus

– Nachdem man seine Tumblr-Seite erstellt hat, dauert es ein paar Wochen, bis die eigenen Beiträge in der Feed erscheinen, da man zuerst Interaktion mit anderen Profilen bei Tumblr zeigen soll

6. Google+

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– Nutze die starken Communitys, die du bei Google+ zu jedem Thema finden kannst

– Sei vorsichtig damit, wie oft du deine Beiträge in Gruppen teilst. Wenn du den gleichen Beitrag mit copy und paste in mehreren Gruppen teilst, markiert dich Google+ als Spammer

– Wenn du keine oder wenig Hashtags benutzt, verwandelt Google+ automatisch einige deiner Wörter in Hashtags

So, und jetzt seid Ihr wieder dran. Benutzt jemand von euch Rich Pins bei Pinterest? Ich würd ja zu gerne wissen, ob die mehr gepinnt werden! Hat jemand Tipps für Hashtags bei Twitter? Das ist nämlich noch eines meiner persönlichen Problemfelder. Welche Plattform benutzt Ihr am liebsten? Jeder Tipp und Trick ist willkommen!

 

Dieser Beitrag ist auch verfügbar auf: Englisch


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  1. Babs

    29 Juli

    Sehr interessanter Post! Das mit den Uhrzeiten find ich ja spannend, das werd ich mal testen.

  2. Ronja Lotte

    3 August

    Danke! Ich würde mich freuen, wenn du mir hier Feedback geben würdest, wie das mit den Uhrzeiten geklappt hat! Ich hab das selbst auch noch nicht ausprobiert 😉

  3. Deschdanja

    6 August

    Liebe Ronja, danke für diese Zusammenstellung! Ich selber nutze Pinterest, Facebook und Instagram (Tumblr ganz neu). Solche Uhrzeiten Statistiken hab ich auch schon oft gesehen aber überall sieht es wieder anders aus, was mich oft irritiert… Ich habe schon verschiedene Zeiten probiert und immer, wenn ich denke, jetzt weiss ich wie das läuft, kommt es wieder anders. Ich denke, dass auch das Land eine Rolle spielt. Auf Pinterest sind meiner Erfahrung nach sehr viele Amerikaner… jedenfalls hab ich das in meinen Blogstatistiken gesehen. Wenn ich also gezielt auch diese Leute erreichen will, dann geht das am ehesten wenn ich spätabends etwas pinne, also nach 22:00 Uhr bei uns. Bei Pinterest kriegt man generell am meisten Traffic, wenn man in Gruppen-Pinnwänden pinnt. Die eigenen Pins gehen in der Fülle oft unter. Liebe Grüsse, Nadia

  4. Ronja Lotte

    6 August

    Mit der Zeitzonen-Geschichte hast du total recht! insgesamt weiß ich selbst nicht so ganz, was ich von der Uhrzeit-Geschichte halten soll aber da es auf mehreren Plattformen empfohlen wird, wollte ich das gerne hier ergänzen. Hast du einen Tipp, wie man Pinner für Gruppen-Pinnwände von anderen werden kann? Liebe Grüße, Ronja Lotte

  5. Deschdanja

    25 August

    Das mit den Gruppen-Pinnwänden ist gar nicht so leicht. Erst mal muss man herausfinden, wer der Eigentümer des Boards ist (immer das erste Profilbildchen oben links anklicken). Einige schreiben direkt in der Pinnwand-Beschreibung, was man tun muss um mitzumachen. Manchmal ist das ein Mail, manchmal soll man ein bestimmtes Bildchen kommentieren. Einige haben Boards eigens für Teilnahme-Anfragen. Oft gehen Anfragen dort aber unter. Bei den meisten Boards steht überhaupt nichts (keine Ahnung wie man da rein kommt). Bei anderen muss man explizit eingeladen werden und einige der wirklich grossen Boards nehmen auch niemanden mehr auf, weil es zu viele Spammer gibt. Bei einigen hab ich es geschafft mitmachen zu können und das hat mir viel gebracht. Wenn du bei mir auf Pinterest /https://www.pinterest.com/deschdanja/) ganz runter scrollst findest du ein paar Gruppenboards, bei denen ich mitmache und die ich empfehlen kann. Liebe Grüsse, Nadia

  6. Ronja Lotte

    29 September

    Liebe Nadia,

    Vielen vielen Dank für deine Antwort! Entschuldige, dass ich mich erst so spät bedanke aber ich hab gerade länger Blog-Urlaub gemacht 🙂 Da hast du eine richtige Wissenslücke bei mir geschlossen ud ich gucke mir gerne mal die Gruppenboards an, bei denen du mitmachst! Liebe Grüße, Ronja Lotte

  7. […] der Reihe „Bloggers unite“ über Online Features geschrieben habe und in dem zweiten Teil über Social Media, möchte ich euch nun zeigen, wir Ihr mit Mock-Ups eure Blogbeiträge professioneller gestalten […]